Sonntag, Mai 20, 2012
   
Text

,,Das Wichtigste ist in erster Linie, dass man zu Selbertun und nicht zur Passivität erzogen wird.“*

(*Zitat: Richard v. Weizsäcker)


Saschaueberhindernisse


Sascha war von Geburt an ein Glückskind. Er ist das einzige Kind sehr erfolgreicher Eltern: Der Vater ist Unternehmer, die Mutter Fernsehredakteurin. Der Kleine kam spät, war aber ein Wunschkind. Und seine Eltern haben es nie an etwas fehlen lassen: Erstklassige Betreuung, schon früh die beste, kindgerechte Förderung. Zweisprachiger Kindergarten, Sportprogramme, Musik. Die beste Schule und jede nur erdenkliche Unterstützung.

Trotzdem will Sascha in der Schule nicht funktionieren. Er lernt erst sehr spät lesen, hat keinen Spaß am Unterricht, rebelliert. „Eingewöhnungsschwierigkeiten“, meinen die Lehrer zuerst – aber die Eingewöhnungszeit zieht sich bis ins vierte Schuljahr. Die einen Psychologen diagnostizieren ADHS, andere Hochbegabung, niemand kommt zu einem richtigen Ergebnis. Am Ende der 4. Klasse bekommt Sascha „nur“ eine Realschul-Empfehlung. Saschas Eltern sind unzufrieden – sie haben beide studiert und hatten sich vorgestellt, dass auch Sascha Abitur machen würde. Wie kann es sein, dass ihr Kind sich so wenig einfügen kann? Er hat doch alle Förderung erhalten – wo liegt also das Problem?

Entscheidungen sind Scheidewege.

Für viele Familien beginnt hier eine Spirale der Unzufriedenheit und des Streits. Sascha spürt die unausgesprochenen Vorwürfe seiner Eltern und reagiert – mit Trotz und Verweigerung. Er macht dicht, niemand kommt mehr an ihn ran. Wenn er jetzt bei den falschen Freunden Anerkennung findet, ist er schnell abgerutscht. Findet er keine Freunde, versinkt er in Lethargie und hängt mit 30 noch zu Hause ab, mehrere abgebrochene Lehren oder Studiengänge hinter sich, und hat es zum Leidwesen seiner Eltern noch immer „zu nichts gebracht“.

Was kann you are life! verändern?

you are life! kann – und will – kein Kind grundlegend verändern! Aber wir können helfen, den Blickwinkel zu verändern und herauszufinden, wo es hakt. Sascha hat immer alles bekommen – noch bevor er danach gefragt hat. Er musste sich nie für etwas anstrengen, er musste noch nicht mal etwas wirklich wollen. Und genau das hat Sascha verlernt: Er will nichts mehr. Er wartet darauf, dass seine Eltern schon etwas für ihn wollen werden. Doch so funktioniert Lernen und Leben nicht. Letzten Endes erreichen wir nur das, was wir wirklich wollen, wofür wir motiviert sind.

Bei you are life! kann Sascha zur Ruhe kommen. Hier will niemand etwas für ihn. Wir lassen ihn selbst nach seinen Talenten und Wünschen forschen – und entdecken dabei ungeahnte Fähigkeiten! Sascha liebt es, mit Holz zu arbeiten. Handwerken – für so etwas hatten seine Eltern eben Handwerker. Aber Sascha hat jetzt zum ersten Mal etwas gefunden, was ihn wirklich selbst interessiert und wofür er sich begeistern kann. Der you are life! Trainer spricht zusammen mit Sascha mit seinen Eltern. Nach dem ersten Erstaunen willigen sie ein, Sascha in seinem neuen Hobby zu bestärken. Sascha lernt schnell, es macht ihm Spaß. Auch in der Schule läuft es jetzt besser: Sascha hat ein selbstgesetztes Ziel! Er will Schreiner werden und eine eigene Schreinerei haben. Jetzt, wo er selbst es will, geht es viel besser: Sascha macht nach dem Realschulabschluß eine Schreinerlehre und danach seinen Meister. Mit 27 hat er ein kleines, exklusives Geschäft, in dem er selbst entworfene Möbel verkauft. Sein Vorbild ist Ingvar Kamprad: Der Bauernjunge, der den Weltkonzern IKEA aufbaute. Saschas nächstes Ziel: Ein eigenes Möbelhaus.

Das wollen wir den Kindern bei you are life! zeigen:

Glücklich und erfolgreich leben heißt: Finde heraus, was Du selbst wirklich willst!




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